Bildung als soziale Komponente

Bildung spielt in der heutigen Gesellschaft eine bedeutende Rolle. Aber auch in der Wirtschaft und bei unserer Gesundheit bestimmt das Bildungsniveau den Werdegang und das Schicksal eines Menschen.

Lebenslanges Lernen

Eine Pflichtschulausbildung alleine reicht heute in den Industriestaaten nicht mehr aus, um einen gewissen Lebensstandard aufrecht zu erhalten. Es geht viel mehr um eine ständige Aus- und Weiterbildung. Arbeitsumfelder verändern sich rasend schnell und auch die Digitalisierung verlangt nach einem höheren Wissensstand. Länder, die über einen guten Bildungsstandard verfügen, genießen Wettbewerbsvorteile gegenüber Staaten mit einer schlecht informierten und gebildeten Bevölkerung.

Die Komponente Bildung hat sowohl für die die Mikroökonomie als auch für die Makroökonomie eine große Bedeutung erlangt. Durch technologische Veränderungen muss auch der Wissensstand der Menschen immer wieder erweitert und an neue Verhältnisse angepasst werden. Aus diesem Grund gilt die Weisheit Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr schon lange nicht mehr. Im Gegenteil – lebenslanges Lernen ist zur Grundvoraussetzung für den wirtschaftlichen und sozialen Erfolg geworden.

Auswirkungen der Bildungsarmut

Menschen mit einem niedrigen Bildungsniveau haben es nicht nur beruflich schwerer, sondern leiden auch psychisch und physisch darunter. In den meisten Staaten der industrialisierten Welt kommt der Bildungspolitik daher eine wichtige Rolle zu. Aus diesem Grund sollte allen Menschen ein umfangreicher Bildungszugang ermöglicht werden.

Eine schlechte Bildung zeitigt schwerwiegende Folgen, die sich neben der beruflichen Entwicklung auch in der seelischen und körperlichen Verfassung widerspiegeln. Es gibt mittlerweile Studien, die sich explizit mit den Auswirkungen von Bildungsarmut auf die menschliche Psyche und Physis beschäftigen. Menschen mit einem geringen Bildungsstand leiden häufiger unter Krankheiten als durchschnittlich gebildete Menschen und auch die Mortalität ist wesentlich höher. Männer mit 45 Jahren und einem akademischen Abschluss haben laut einer Studie vom statistischen Bundesamt und des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung eine im Durchschnitt um rund fünf Jahre höhere Lebenserwartung als Personen, die nur über einen Hauptschulabschluss verfügen.

Der Grund dafür liegt natürlich auch im niedrigeren Einkommen weniger gebildeter Personen. Die Bildungsarmut wirkt sich über die berufliche Benachteiligung und das daraus resultierende mangelnde Einkommen direkt auf die Gesundheit der Menschen aus.

Betrachtet man die verschiedenen Aspekte der Bildung, wird schnell deutlich, dass Bildung ein wesentlicher Bestandteil unserer heutigen Gesellschaft sein muss. Die Bildung endet nicht mit dem Übergang in das Erwachsenenalter, sondern setzt sich das ganze Leben lang fort.

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