Mehr Flexibilität bei den Lerninhalten wagen!

Die Inhalte, die in der Schulbildung vermittelt werden, sind nicht nur absolute Weisheiten, die immer Bestand haben werden. Eine mathematische Formel bleibt immer als solche bestehen und wird sich im Laufe der Zeit kaum verändern. Doch die Inhalte, die gelehrt werden, sind nicht nur unveränderliche Wahrheiten, sondern entspringen auch aus dem jeweiligen Zeitgeist.

Innovative Energiegewinnung sorgt für neue Lehransätze

Die Kultusminister der Bundesländer legen die Lerninhalte fest. Leider passiert es immer wieder, dass Dinge darin als absolut wahr definiert werden, obwohl sie es nicht sein können.

Was gestern noch gut und richtig war, kann sich über Nacht ändern. Diese Tatsache lässt sich an der Art und Weise der Energiegewinnung früher und heute beobachten. In den 1950ern bis weit in die 1980er-Jahre hinein wurden verschiedene Aspekte der Energiegewinnung so gut wie gar nicht in den Schulen thematisiert. Der Strom kam einfach aus der Steckdose und wie er dorthin gelangt ist, blieb äußerst vage.

26. April 1986

An diesem Tag wurde das Thema Energieerzeugung neu entfacht. Die Nuklearkatastrophe von Tschernobyl am 26. April 1986 sorgte für eine erdrutschartige Neuausrichtung der Energiewirtschaft, die jedoch erst nach Fukushima am 11. März 2011 vollzogen worden ist.

Erst nach Fukushima änderten sich auch die Lehrpläne in den Schulen, um die Schüler auf die Gefahren der Atomenergie aufmerksam zu machen. In der Zeit zuvor lag es im Ermessen des Lehrers und seiner politischen Haltung, welche Form der Energiegewinnung besonders positiv im Unterricht dargestellt werden sollte.

Fukushima war dramatisch, aber auch heilsam

Die vielen positiven Veränderungen im Energiesektor, die nach der Nuklearkatastrophe von Fukushima stattfanden, sind aller Ehren wert. Ohne diesen dramatischen Unfall hätte es solch wertvolle Plattformen wie Tibber wohl niemals gegeben. Die Kunden von Tibber erhalten die Möglichkeit, ihren Stromverbrauch besser zu kontrollieren, zu optimieren und entsprechend anzupassen. Dank Tibber können die Kunden ihren Stromverbrauch erheblich reduzieren, und gleichzeitig bietet Tibber die Möglichkeit, umweltfreundlichen Ökostrom günstiger zu beziehen.

So sehr wir um die Menschen trauern, die bei der Nuklearkatastrophe von Fukushima ihr Leben verloren haben, so sehr hat dies vielen Regierungen und Politikern den Anstoß gegeben, die Energiewende in die Wege zu leiten. Diese Welle an positiven Veränderungen wäre ohne Tschernobyl und Fukushima schlichtweg unvorstellbar gewesen. Es gäbe wohl kein Tibber und keinen kernenergiekritischen Unterricht.

Was lässt sich daraus lernen?

Die alte Weisheit, dass man hinterher immer schlauer sei, reicht kaum aus, um Fehler zu vermeiden. Neue Wege sind gefragt, um den Unterricht für Kinder verständlicher zu machen. Nicht alles lässt sich ändern, wie man es sich manchmal vorstellt und wünscht, aber man sollte sich davor hüten, so zu tun, als sei der jeweilige Zeitgeist quasi von einer höheren Instanz geprägt.

Ein Anfang wäre, den Kindern zu vermitteln, dass die Menschheit es im Moment nicht besser weiß und sich noch auf Veränderungen einstellen muss. Die Weisheiten bleiben unveränderlich, doch das Wissen verändert sich ständig. Wenn es den Bildungseinrichtungen gelingt, die ständige Veränderung als unbestreitbare Konstante zu vermitteln, würde dies der Gesellschaft einen großen Dienst erweisen, indem sie in die Lage versetzt wird, flexibler, angemessener und schneller auf neue Herausforderungen zu reagieren.

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